top of page
Mutter und Kind

Clusterfeeding

Der Stillmarathon am Abend

 

Vielleicht erkennst du dich wieder: Es ist 18 Uhr, dein Baby Ben liegt an deiner Brust, trinkt eine Weile, schläft kurz ein – und wird wenig später wieder unruhig. Er möchte erneut gestillt werden. Gefühlt ist es schon die fünfte „Mahlzeit“ an diesem Abend. Erst gegen 22 Uhr findet er zur Ruhe und schläft zufrieden ein.

Das liebe Mama nennt man Clusterfeeding!

Was ist Clusterfeeding?

 

Clusterfeeding bedeutet, dass dein Baby in kurzen Abständen, manchmal über mehrere Stunden, immer wieder stillen möchte. Oft beginnt diese Phase in den frühen Abendstunden, vor allem ab der zweiten Nacht nach der Geburt.

 

Typisch für Clusterfeeding:

- Dein Baby möchte stündlich oder fast durchgehend an der Brust sein  

- Meistens am späten Nachmittag oder Abend  

- Nach dieser intensiven Stillzeit folgt oft eine längere Schlafphase  

- Die häufigen Stillmahlzeiten „bestellen“ mehr Milch für den nächsten Tag  

 

Der Begriff „Cluster“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „Anhäufung“ – und genau das passiert auch an der Brust: viele kleine Stillmahlzeiten hintereinander.

Clusterfeeding-Phasen können sich über mehrere Tage oder sogar Wochen ziehen – meist mit kleinen Pausen dazwischen. Besonders intensiv zeigen sie sich häufig noch einmal in der 4. bis 8. Lebenswoche. Das ist zwar fordernd, aber vollkommen normal und ein Zeichen für die Entwicklung und das wachsende Bedürfnis deines Babys.

Warum macht dein Baby das?

Wenn das Stillen weh tut!

So machst du dir den 
Stillmarathon leichter!

Auch wenn es anstrengend ist – Clusterfeeding ist völlig normal und sinnvoll.  Dein Baby macht das nicht, weil du zu wenig Milch hast, sondern weil sein Körper genau weiß, was er braucht:

 

1. Geborgenheit & Nähe: Dein Baby verarbeitet so den Tag und tankt Sicherheit bei dir.  

2. Milchproduktion anregen: Durch das häufige Anlegen wird mehr Milch für die kommenden Tage angeregt.  

3. Bindung stärken: Körperkontakt und Nähe vertiefen eure Mutter-Kind-Bindung.  

 

Wichtig: Auch wenn sich deine Brust weich oder leer anfühlt – sie produziert stetig neue Milch. Bitte füttere in dieser Zeit nicht zu, das könnte den natürlichen Stillrhythmus stören.

Hast du Schmerzen oder wunde Brustwarzen?

- Überprüfe als aller erstes deine Anlegetechnik

- auch die Stillpostition ändern kann helfen 

- Gönn deiner Brust *Luft & Pflege*, z. B. mit Muttermilch oder reiner Lanolincreme  

Nimm dir bewusst Zeit für diese besondere Phase:

- Mach es dir gemütlich: Stillkissen, Decke, ein Buch oder entspannte Musik  

- Snacks & Getränke für dich bereitstellen  

- Lass dich von deinem Partner unterstützen – z. B. beim Tragen oder Beruhigen eures Babys  

- Wechsle die Seiten & Positionen beim Stillen

- Nutze die Brustkompression,  damit dein Baby mehr Milch aufnehmen kann  

- Bewegung tut gut: Ein kurzer Spaziergang durch die Wohnung hilft, das Hormon Oxytocin anzuregen – es lässt die Milch wieder besser fließen  

Clusterfeeding ist ein ganz natürlicher Teil der Stillbeziehung. Auch wenn es manchmal kräftezehrend ist – es erfüllt wichtige Aufgaben für dein Baby und eure Bindung. Nimm dir Zeit, gönn dir Pausen, hol dir Unterstützung – und vergiss nicht: Du machst das großartig!

Fazit

lächelndes Baby
bottom of page